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  Eine lange Geschichte Teil 1
20.05.2012 von Domebouncer

Gerade eben vor einer Weile wollte ich mich bereits wie angekündigt daran machen über meine Erlebnisse in diversen Heimen zu berichten. Und weil es mir ja auch darum geht Zeugen zu finden, musste ich mich mit Papieren meines inzwischen verstorbenen Vaters auseinander setzen. Denn ich weiss, dass dort Angaben darüber zu finden sind, zu welchem Zeitraum ich in welchen Heimen war.
Nicht anders als erwartet, ist die Auseinandersetzung mit diesen Papieren erneut eine äusserst schmerzhafte Angelegenheit für mich. Denn nicht nur die entfernte Erinnerung der Hölle meiner Kindheit, sondern auch jene des nicht so lang entfernten Ablebens meines Vaters, werden damit wieder wach gerüttelt. Vor allem aber unter welchen Umständen dies stattgefunden hatte und dass wir uns einander nie vermitteln konnten bleiben schmerzhafte Erinnerungen. Ein Umstand welcher einerseits auf dem Scheiss beruht, der ihm jahrzehntelang von Sozialarbeitern und Psychologen in den Kopf gepflanzt und von seiner neuen Freundin, mit oberster Priorität weiter kultiviert wurde. Wobei ich aber selbst auch zugeben muss, so vieles von dem was ich gesagt hatte und noch mehr von dem was ich nicht sagen konnte, zu bereuen. Denn obschon er ein Arschloch und eine Dummsau war, ich liebte ihn. Und obschon ich selbst ein Arschloch und eine Dummsau war, er liebte mich. (Man möge mir diese Kraftausdrücke bitte nachsehen)
Doch kommunizieren zwischen uns war ganz einfach nicht möglich, da er selbst niemals in der Lage war mich selbst zu sehen. Sondern lediglich das Bild welches er sich über mich fremdanfertigen liess. Dieses Bild welches für mich eine undurchdringbare Mauer war, die meine Verzweiflung Letztere zu durchbrechen, mit jedem Versuch grösser werden liess.
Denn mein Vater war damals wirklich ein aufgeschlossener, toller Vater war, welcher sich wirklich um seinen Sohn sorgte. Nur jetzt war er plötzlich nur noch wie eine Marionette.
Aber zuerst musste er meine Mutter erdulden, welche ich leider nur als sozialen Müll der übelsten Art bezeichnen kann. Mit dem Sparbüchlein, welches meine geliebte Grossmutter zusammen mit meinem Vater für den Start in mein Leben angelegt hatte, erwarb diese Frau z.B. ein Auto und richtete sich ihre Wohnung ein. Und ganz allgemein war ich für diese nur Mittel zum Zweck, um irgendwo noch etwas extra Geld einzuheimsen. Doch gut um wieder zum Thema zurück zu gelangen:
Mein Vater wurde bereits schon von meiner “Mutter“ terrorisiert und am Boden zerdrückt, anschliessend versuchte er denoch einen Problemjugendlichen welcher schon viel zu lange kaputt gemacht worden war zu retten….. Wer also will es ihm verübeln, als er froh war eine Frau zu finden der es zumindest in seinen Augen, um seiner selbst willen ging.
Dumm nur, das in meinen Augen Lebensart und Ansichten dieser neuen Frau, für mich absolut nicht akzeptabel waren. Und der Umstand, dass mein Vater seine Lebenspartnerin bald NUR noch Frau Direktor nannte, mag beim Einen oder Anderen vielleicht für Verständnis dafür sorgen.
Doch gut es war sein Leben und er musste damit glücklich sein. Was jedoch nicht bedeutet, dass es mich glücklich machte den Kontakt sozusagen abbrechen zu müssen. Denn was bringt es wenn wir einander sowieso nicht mehr erreichen können? Am Schluss war es nur noch ein Gezeter auf Kosten von unser beider Nervenkostüm. Womit mir nur der Schluss übrig blieb besser den Kontakt beinahe zu unterbinden, als uns beiden nur zu schaden.
Als aber plötzlich die Sprache aufkam, dass mein Vater in Pflege geben werden müsse, machte ich seiner Lebenspartnerin ganz klar deutlich, dass ich in solch einem Fall auch ein Wort mitsprechen wollte. So erwog ich zum Beispiel auch den Gedanken ein Pflegeheim in Thailand in Erwägung zu ziehen. Dies weil ich einen Bericht über ein solches im Fernsehen gesehen hatte und ich auch für mich selbst nichts Besseres vorstellen könnte. Die Reaktion seiner Freundin jedoch war die einer Furie welche kurz darauf dafür sorgte, dass mein Vater hinter meinem Rücken in einem Drecksloch versenkt wurde.
Noch heute tut es mir leid, als ich Ihn damals, als er mich mit weinenden Augen angefleht hatte ihn nach der gemeinsamen Ausfahrt nicht dorthin zurück zu bringen. Aus Angst mir damit die rechtlichen Aussichten zu verbauen, Ihn rechtmässig aus diesem Loch zu holen, brachte ich Ihn aber trotz seines Flehens in dieses Heim zurück.
Heute würde ich es besser wissen und sagen: Scheiss drauf er hat mich gebeten und jetzt kommt er zurück nach Hause. Doch im Nachhinein würde man ja bekanntlich immer alles anders und besser machen…….

Und damit möchte ich diesen Teil meiner Berichterstattung schliessen und beim nächsten Mal damit beginnen über meine Heimjugend zu berichten.


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